Adventskränze basteln und Nistkästen bauen

Jedes Jahr am letzten Dienstabend vor der Winterpause der Jugendfeuerwehr, machen wir das Feuerwehrgerätehaus nochmal richtig dreckig. Alle Mitglieder kommen und basteln schöne, ausgefallene und dekorative Adventskränze für ihre Liebsten. Die dafür verwendeten Materialien insbesondere das Heu und das Tannengrün, werden uns von diversen Landwirten aus der Umgebung und der Bohmstedter Forstgenossenschaft kostenfrei zur Verfügung gestellt. Zwischen Ästen, Gartenscheren, Heu und Wickeldraht, Kerzen, Heißkleber, Dekoration und Glitzerstaub, wuseln die Jugendfeuerwehrmitglieder wild herum, jeder will den schönsten Kranz binden. Ob für Oma, Opa, Onkel, Tante, Mama oder Papa, oder gar fürs eigene Kinderzimmer, für jeden ist etwas dabei. An dieser Stelle bedanken wir uns bei allen Beteiligten, die es uns ermöglichen, so kostengünstig die Adventskränze für die Kinder der Jugendfeuerwehr basteln zu lassen. VIELEN DANK!!!An zweiter Stelle sei erwähnt, dass die Jugendfeuerwehr Bohmstedt seit vielen Jahren in Haaks die Nistkästen reinigt und bei Bedarf repariert bzw. austauscht. Im Jahre 1998 erhielt die Jugendfeuerwehr dafür sogar den Natur- und Umweltschutzpreis des Landes Schleswig-Holstein. Seit den Stürmen Christian und Xaver ist im Wald allerdings nicht viel passiert. Lange Zeit durfte man den Wald nicht betreten, die Kinder einer Gefahr auszusetzen, kam keineswegs infrage. Nun aber, haben wir gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr und der Zimmerei Jörn Hansen neue Nisthilfen für die Vögel im Wald geschaffen. An zwei Dienstabenden der Jugendfeuerwehr konnten wir insgesamt über 40 neue Nistkästen bauen und so weit vorbereiten, dass sie im Frühjahr nur noch an die Bäume angebracht werden müssen. Um zu schauen, wie viele Nistkästen bei den Stürmen verloren gegangen sind, werden wir im Vorfeld den Wald durchforsten müssen. Eine Karte hilft uns bei der Orientierung im Wald. Nach der erfolgten Aktion im Februar werden wir erneut berichten.

Sönke Feddersen

 

 

Die Badekuhle

In der heutigen Zeit gibt es verschiedene Möglichkeiten, dem Badevergnügen nachzugehen. Da ist zunächst, dank Förderverein, das Freibad in Drelsdorf, welches Kinder und Jugendliche auch leicht mit dem Fahrrad erreichen können. Darüber hinaus kann man natürlich bei Flut in der Nordsee baden. Selbst im Winter stehen Hallenbäder in Husum oder Leck zur Verfügung.
Vor gut 60 Jahren gab es all das noch nicht. Klar, die Nordsee war auch damals schon da, aber die wenigsten Leute hatten bereits in den 50er Jahren ein Auto. Wenn Bohmstedter baden wollten, taten sie es meistens in der Ostenau, die damals noch nicht begradigt war. Die Auen mäandrierten, d.h., dass das Wasser nicht geradeaus, sondern durch sogenannte Mäander (Flussschleifen) floss. In diesen „Kurven“ kam es durch Erosion zu Vertiefungen, die im Volksmund einfach als „Kuhlen“ bezeichnet wurden. Diese eigneten sich durchaus zum Baden, allerdings waren sie für Nichtschwimmer oft zu tief und daher nicht ungefährlich.
Im Zuge der Flurbereinigung, Ende der 50er Jahre, wurden die Auen begradigt und die Bohmstedter Meede erhielt ein neues Ent- und Bewässerungssystem. Während der Ablauf draußen in der Marsch fortan über die Staubecken, im Notfall durch die Pumpen unterstützt, in die Arlau erfolgte, wurde das Wasser aus der Ostenau durch ein dafür angelegtes Becken dem System aus Sielzügen und einfachen Gräben kontrolliert zugeführt. Daran hat sich bis zum heutigen Tage nichts geändert.
Das relativ kleine Flurstück, auf dem sich der Teich befindet, war vor der Flurbereinigung „Hohenhörners Kofenn“. Dieses Gewässer erhielt also einen Zulauf von der Ostenau und einen Ablauf in einen benachbarten Graben. Dieses Becken wurde damals (Anfang der 60er Jahre) gleich so gestaltet, dass es zum Baden geeignet war. Durch eine schwere Kette trennte man den flacheren Nichtschwimmerbereich ab. Sogar an ein Plumpsklo hatte man gedacht, wobei bemerkt werden muss, dass das zugehörige Gehäuse oft auf der Seite lag, denn so fanden mehr Jungs gleichzeitig Unterschlupf zum „Schmöken“.
Für uns Kinder war die neue Badekuhle ein Riesengewinn. Sie war leicht mit dem Fahrrad erreichbar und wir hatten dort immer viel Spaß miteinander. Allerdings hielten wir uns nicht immer den ganzen Nachmittag an derselben Stelle auf, denn die Umgebung bot durchaus weitere Möglichkeiten. Da die Ostenau wenige hundert Meter weiter flussabwärts aufgestaut war, unternahmen wir gerne „Ausflüge“ in und längs der Au, um „bi de Stau“ noch mehr Spaß zu haben. Obwohl die Badekuhle kein Erlebnisbad im heutigen Sinne war, haben wir dennoch viel erlebt. Besondere Freude kam immer auf, wenn ein junger Landwirt seinen Melkwagen so nah an das Ufer stellte, dass uns dieser als Sprungbrett dienen konnte.

Als Ende der 60er Jahre das damals moderne Freibad in Drelsdorf eröffnet wurde, verlor unsere Badekuhle natürlich an Bedeutung. In den beiden letzten Jahrzehnten erfuhr sie jedoch, zumindest zeitweilig, eine Wiederbelebung, denn in bestimmten Kreisen ist die Badekuhle wieder angesagt. Besonders an einem bestimmten Wochenende im Sommer campieren dort befreundete Familien aus Bohmstedt. Dabei soll stets echte Campingplatzstimmung aufkommen und es wird dann auch in der Kuhle gebadet. Es ist immer wieder diese Gruppe, die die Fläche um den Teich herum hegt und pflegt.

In diesem Jahr forderte man allerdings „Verstärkung“ an, denn der vor dem Wind schützende Baumbestand musste auf einer Seite dringend zurückgeschnitten werden. Am Samstag, d. 28.11.2015, rückten sieben Männer, größtenteils mit Motorsägen bewaffnet, an. In weniger als zwei Stunden waren schief stehende Bäume herausgeschnitten und überhängende Äste entfernt. Das Ergebnis, ein Fuder Brennholz und ein großer Haufen Busch, konnte sich sehen lassen.

Zur selben Zeit befand sich eine andere Gruppe „in Sandbarg“ neben dem Feuerwehrhaus, um die Kastanienblätter anzunehmen. Auch in diesem Jahr kam wieder ein großer Hänger zusammen, der noch an demselben Tag zur Biogasanlage nach Olderupfeld gebracht wurde. Wenn für Aktionen dieser Art um Unterstützung gebeten wird, finden sich immer schnell freiwillige Helfer. Ein solcher Aufruf war diesmal gar nicht erforderlich, denn es hatten sich gleich genügend Gemeindevertreter, unterstützt durch die beiden Gemeindearbeiter, gemeldet. Vielen Dank!

Peter Tücksen

Baumaßnahmen in der Feldmark 

Jedes Dorf achtet auf seine Wege, besonderes Augenmerk legen die Bohmstedter darauf, denn sie werden viel genutzt, sei es durch Landwirtschaft, aber auch durch die Bürger der Gemeinde. So werden nach und nach die Wege in der Gemarkung immer wieder mal „aufgefrischt“.

Durch das Repowering des Windparks im Jahre 2014 war besonders der Nieackerweg stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Baumaschinen, Kräne, Transportzüge der schwersten Kategorie bewegten sich seinerzeit darauf.

Im September wurden dann – unter finanzieller Beteiligung des Windparks - die Arbeiten begonnen, angefangen vom Abzweig vom Ringweg in der Nähe der Biogasanlage wurden ca. 1.000 m mit einem neuen Teeraufbau nebst Bankettenbefestigungen versehen. Bis zur Einmündung in den Ringweg wurde er komplett saniert. Aber auch im Bereich der Kreuzung Langackerweg- Ringweg wurde eine zweite Maßnahme begonnen. Von Jan Andreas Homann beginnend wurde der Ringweg auf einer Länge von 700 Metern Richtung Harald Petersen mit dem gleichen Aufbau wie beim Nieackerweg versehen.

Wir wollen als Gemeinde alle Wege in gutem Zustand wissen, und glücklicherweise war alles fertig, bevor die Maisernte begann.

Dazu kommt eine von Gemeindeseite her nicht geplante, aber vorgebrachte Maßnahme betreffend die Wasserleitung im Bereich Heselbarg. Ursprünglich schon Anfang des Jahres geplant, begann der Wasserverband Nord im November mit dem Austausch der alten Leitungen, angefangen vom Westerende den Hesselbarg hinauf auf einer Länge von 750 Metern. Auch wenn die Arbeiten - wie immer in Bohmstedt - im Herbst stattfanden, die Bankette weich war und sicherlich ein ganz kleines bisschen gelitten hat, sind wir doch froh, dass hier eine neue Leitung entsteht, besonders unter dem Aspekt, dass in der Vergangenheit wiederholt Rohrbrüche zu verzeichnen waren.

 Ralf Kille

Auf nach Berlin zur Umweltdemo

Einen Tag vor dem Weltklimagipfel in Paris haben auch in Deutschland tausende Menschen für mehr Umweltschutz demonstriert. An der Großdemonstration "Global Climate March" am Sonntag  den 29 November in Berlin-Mitte nahmen den Veranstaltern zufolge ca. 17.000 Menschen teil. Wir, das waren 4 Einwohner aus der Gemeinde Bohmstedt nahmen an dieser Veranstaltung teil. Wir waren dem Aufruf der Windparkgenossenschaft gefolgt und wollten an dieser Groß Demo in teilnehmen. Am Sonntagmorgen um ½ 7 ging es von Husum aus mit der Bahn  Richtung Berlin. Mit an Bord waren Wolfgang Paulsen, Dieter Hansen, Hartwig Ketelsen und Christian Petersen aus Bohmstedt. Die Stimmung war gut und das Wetter stürmisch. Auf der Bahnfahrt nach Hamburg wurde erst einmal kräftig gefrühstückt. Wolfgang Paulsen hatte reichlich eingekauft und Heißgetränk  mitgebracht. Gut gestärkt durch Butterbrot und Kaffee kamen wir in Hamburg an und durften dann von der Regionalbahn in den ICE nach Berlin einsteigen. Die Zeit verging wie im Flug und wir hatten uns viel zu erzählen, kannten wir uns alle doch schon seit vielen Jahrzehnten. Um ca. 11:00 Uhr kamen wir in Berlin am Hauptbahnhof an. Hier herrschte schon ein reges Treiben von vielen Teilnehmern und Gruppierungen aus dem In- und Ausland. Christoph Röttgers, Bundesjugendsprecher der Naturschutzjugend Naju, mahnte auf der Startkundgebung am Berliner Hauptbahnhof, er habe in seinen 25 Lebensjahren schon zwei "Jahrhunderthochwasser" erlebt. Die Debatte um einen besseren Klimaschutz begleite ihn bereits sein ganzes Leben lang. Trotzdem sei auch beim 21. Weltklimagipfel noch immer nicht klar, ob endlich wirksame Maßnahmen gegen die Erderwärmung verabredet würden. "Es wird immer noch viel zu wenig getan, um den Klimawandel zu stoppen", resümierte Röttgers. An die Teilnehmer der Demo wurden viele Fahnen und Demoschilder von den verantwortlichen der einzelnen Gruppierungen verteilt. Mehrfach konnten wir hochrangige Politiker der bekannten Bundesparteien ausmachen.  Der Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Hubert Weiger, verlangte vor dem Pariser Gipfel eine aktivere Rolle der Industriestaaten bei den Verhandlungen. Diese Länder seien nicht nur für einen Großteil der aktuellen CO2-Emissionen, sondern auch für den größten Teil der in der Vergangenheit ausgestoßenen Klimagase verantwortlich. "Taten statt Worte beim Klimaschutz - die Weltgemeinschaft erwartet, dass dieses Signal aus Paris kommt", mahnte Weiger. Doch mussten wir noch fast 2 Stunden warten, bis sich die Menschmenge, die sich auf zig-Tausend gesteigert hatte, in Bewegung setzte. Auf zahlreichen Fahnen, Bannern und Plakaten forderten die Demo-Teilnehmer "Kohlekraft stoppen, "Windkraft - Ja bitte" oder auch "Rettet die Erde". Mit selbstgebauten Windturbinen, Solar-Trommeln, einem "Kollosaurus", einer meterhohen Weltkugel mit schmutzigen Kohlekraftwerken sowie zahlreichen weiteren kreativ gestalteten Gefährten und Installationen zogen die Teilnehmer vom Hauptbahnhof zum Naturkundemuseum und weiter durch die Stadt vorbei an Regierungsgebäuden. Weiter ging es demonstrativ auch über die Friedrichstraße vorbei an Vattenfall. Die Polizei und die Ordnungskräfte hatten den laufenden Verkehr gut abgesperrt so dass der Zug gleichmäßig in Bewegung blieb. Die Stimmung war sehr gut und alles verlief ruhig und geordnet, wenn auch recht lautstark durch Trommler und Lautsprecherfahrzeugen mit Musik und Kundgebungen.  Nach einem Marsch von ca. 3 Stunden endete der Demo Zug vor dem Brandenburger Tor, wo dann auch die Abschlusskundgebung stattfand. Organisiert wurde die Großdemo von mehreren Verbänden, darunter die Umweltschutzorganisation Greenpeace, der Naturschutzbund (Nabu), die Umweltstiftung WWF sowie die Bürgerbewegung Avaaz. Neben Berlin fanden zeitgleich Klimaschutz-Demonstrationen in anderen Großstädten der Welt statt, wie etwa London, Sao Paulo, Sydney oder Johannisburg. Wie wir später erfahren haben waren wir 4 Bohmstedter auch die  ein zigsten Teilnehmer aus unserem Amtsbereich. Wir haben uns dann nach der Schlusskundgebung zu Fuß vorbei am Reichstag und dem Kanzleramt Richtung Hauptbahnhof Lehrter Straße in Bewegung gesetzt. 

Dort angekommen haben wir uns dann erst einmal gemeinsam in einem Asia-Restaurant gestärkt, um dann um ca. 17 Uhr die Heimreise antreten zu können. Die Bahnfahrt nach Hamburg dauerte recht lange im Interregio. Dort erfuhren wir dann auch, dass unsere Bahn Verspätung haben würde und wir wahrscheinlich unseren Anschlusszug nach Schleswig-Holstein nicht mehr bekommen würden. In Hamburg angekommen teilte man uns mit, dass auf Grund der extrem schlechten Witterung und durch umgestürzte Bäume der gesamte Schienenverkehr nach Norden auf unbestimmte Zeit eingestellt würde. Nun saßen wir in Hamburg fest. Nach Umwegen über Altona schafften wir es mit der S-Bahn bis nach Pinneberg. Die Stimmung war aber sehr gut, und nach Pinneberg am späten Abend bei Orkan und Regen, da wollten wir doch schon immer mal hin. Mit großer Verspätung schafften wir es dann doch noch einen Zug nach Husum zu bekommen. So gegen 0 Uhr 45 konnten wir dann wieder in unserer Heimatgemeinde in Bohmstedt eintreffen.  Wir waren doch recht geschafft und ein wenig mit genommen, aber alle Teilnehmer waren sich einig, dass es gemeinsam Spaß gemacht hat und wir hoffen, dass unsere Teilnahme an dieser Groß Demo ein wenig dazu beiträgt, das verantwortliche Politiker und Großunternehmen doch ein wenig wachgerüttelt wurden auf dieser Umweltklimademo in Berlin.

 Christian Petersen 

Bohmstedter Tanne ziert den Husumer Weihnachtsmarkt

Einige der Leser kennen es sicher noch von früher. Aber in diesem Jahr hat es sich wiederholt. Ist der Tannenbaum für den Husumer Weihnachtsmarkt früher oft aus Haaks geholt worden, so hat es in diesem Jahr die prächtige Tanne von Ute und Sünke Paulsen aus Sandbarg in die nordfriesische Kreisstadt geschafft. Auf einen Tipp von Heiko Lorenzen hin, nahm man sich der Sache an, begutachtete die 12 Meter hohe Tanne in Bohmstedt und befand sie für „prächtig und schön genug“ für den Husumer Weihnachtsmarkt. Morgens um 7:30 Uhr rollten drei Fahrzeuge des KSH (Kommunaler Servicebetrieb Husum), sowie ein LKW mit Tieflader und ein Kran-LKW durch Sandbarg. Die eigens dafür angeforderten LKW kamen aus Rostock und Hamburg, um den Baum sicher und schonend von Bohmstedt nach Husum zu transportieren. Allem voran sorgten die sechs Mitarbeiter des KSH dafür, dass der Baum am Fuß „angespitzt wurde“. Dirk Dibbern vom KSH: „Die Vorrichtung auf dem Husumer Marktplatz besteht aus einem in den Boden eingelassenen Rohr, welches einen Durchmesser von 40 Zentimeter hat. Der Baum ist am Fußende jedoch ca. 43-45 Zentimeter dick, daher spitzen wir ihn an bevor wir ihn absägen.“ Mithilfe des Krans wurde der Baum gesichert, auf Spannung genommen und dann unten abgesägt. Der Kran hievte den 2,2 Tonnen schweren Baum anschließend auf den Tieflader, auf welchem er von den Männern sicher verzurrt und zur Abfahrt bereit gemacht wurde. Im Anschluss lud das Ehepaar Paulsen die KSH-Mitarbeiter und die LKW-Fahrer zum stärkenden Frühstück ein. Als Schwertransport trat der Baum dann seinen Weg nach Husum an, wo er dann im gleichen Zuge aufgestellt wurde und von den Weihnachtsmarktbesuchern in Husum begutachtet werden kann.

Sönke Feddersen

 

Die Zimmerei Jörn Hansen

1998 begann Jörn Hansen seine Ausbildung zum Zimmerer bei Peter Hübner in Drelsdorf. Damals konnte er wohl noch nicht ahnen, wie sich diese Ausbildung auf seine Zukunft auswirken wird. Von 1998 bis 2001 befand er sich in der Ausbildung im Meisterbetrieb in Drelsdorf, welche er dort mit Erfolg absolvierte. Nach einigen Jahren Berufserfahrung folgte im Jahr 2008 der Meisterbrief.

Von 2008 bis 2010 sammelte er weitere Berufserfahrung, bevor er sich im Jahre 2010 in die Selbstständigkeit wagte. Anfangs erledigte er die Aufträge noch allein, aber bereits nach zwei Monaten folgte der erste Angestellte. Heute sind es sechs Mitarbeiter und der Chef selbst, die sich gerne um die Belange der Kunden kümmern und ihrer Arbeit motiviert und zufriedenstellend nachkommen.

Von den sechs Mitarbeitern befinden sich aktuell drei in der Ausbildung zum Zimmerer. Ein Auszubildender hat die Ausbildung bei Jörn Hansen bereits erfolgreich abgeschlossen. Der Firmeninhaber legt sehr viel Wert auf die Ausbildung und setzt alles daran, dass seine Auszubildenden bestmögliche Prüfungsergebnisse erzielen.

Der Meisterbetrieb arbeitet in ganz Nordfriesland, vereinzelt waren auch schon Aufträge aus Rostock oder in der Nähe von Roskilde (Dänemark) dabei. Neben Zimmererarbeiten aller Art bietet die Firma Dachsanierungs-, Hallenbau- und Neubauarbeiten an. Die Referenzarbeiten reichen von Nistkästenbausätzen für die örtliche Jugendfeuerwehr bis hin zum 3.000m² großen Kuhstall in Immenstedt. Die Aufträge werden mit drei Firmenwagen und einem Teleporter mit Drehkranz abgearbeitet und garantieren höchstmögliche Flexibilität. Das moderne Werkzeug auf der Baustelle oder in der hauseigenen Werkstatt ermöglicht nahezu jeden Wunsch des Kunden. Auf dem ca. 3.000m² großen, zum größten Teil überdachten, Firmengelände hat Jörn Hansen die Möglichkeit, große Mengen an Holz und sonstigen Baustoffen zu lagern. Unterstützt wird Jörn Hansen ständig durch seine Mutter Renate, seiner Ehefrau Suse und last but not least seinem fünfjährigen Sohn Tade-Hinrich, welcher schon jetzt tatkräftig in der Werkstatt des Vaters mithilft.

Sönke Feddersen

Die „neue“ Lehmkuhle

 Die Lehmkuhle in Bohmstedt, in früheren Zeiten als Brandschutzteich genutzt, entstanden aus dem Abbau von Mergel- heute ein zentraler Ort des Dorfes, idyllisch gelegen inmitten des Ortes, Angelteich für die Jugend, einladend für Gäste, auch das Ehrenmal zum Gedenken an die Gefallenen der Weltkriege steht hier------

So präsentierte sie sich bis zu den schweren Stürmen Ende des Jahres 2013, und mit einem Male war alles anders. Umgestürzte Bäume, abgerissene Äste, Wurzeln die in den Himmel ragten. Immer wieder war die Lehmkuhle Titel in früheren Ausgaben von „Dit und Dat“, zeigen doch auch diese Artikel das Bemühen, die Lehmkuhle wieder zu einem Ort zu machen, zu dem man gerne geht.

Im letzten Herbst wurde dann in einer „Großaktion“ im Umfeld der Lehmkuhle gearbeitet, Buschwerk gehäckselt, aufgeräumt. Erste Gespräche über weitere Maßnahmen entlang des nördlichen Ufers fanden im Frühjahr mit der Unteren Naturschutzbehörde, der Firma „Gartenbau Görtzen“ und verschiedenen Vertretern des Dorfes statt. Leider war die Sommerzeit nicht passend für die Maßnahmen, man wich dann auf den Herbst aus. Im Vorfeld reinigte die Feuerwehr die Lehmkuhle, bevor dann Anfang Oktober die  Arbeiten beginnen konnten. Stubben entlang der Wasserlinie wurden entfernt, die alten Holzbrücken verschwanden, der Weg entlang der Kuhle wurde aufgefüllt, mit Fliess verstärkt und mit einer Schicht besonderem Kies abgedeckt. Die Stabilität ist ausreichend, damit auch die Gemeindearbeiter „Spinki“ und „Kuddel“ mit Traktor bei Bedarf die Wege befahren können, um anfallende Säuberungen, Mäharbeiten und sonstiges zu erledigen. Ein Weg, abgeflacht und somit auch für Kinderwagen, Rollatoren oder gar Rollstühle befahrbar, wurde vom Norderende zur Kuhle geführt.

Mittlerweile ist die Lehmkuhle wieder ein Schmuckstück, und während der „Feuertaufe“ anlässlich des Volkstrauertages mit Kranzniederlegung am Ehrenmahl waren die Besucher, auch aus anderen Dörfern, voll des Lobes.

Wir alle hoffen, dass sich die Lehmkuhle weiterhin den Besuchern und auch allen Bohmstedtern so präsentiert, und wenn wir gemeinsam ein wenig darauf achten, es so erhalten, dann werden wir über viele Jahre daran Freude haben.

 Ralf Kille